Werner Pienz

Geboren 1948 in Mötz/Tirol, lebt und arbeitet in Haiming/Tirol.
Seine künstlerische Laufbahn begann 1976 in Deutschland als Bildhauer und Kunstmaler.

Werner Pienz arbeitet jenseits stilistischer Kategorien. Seine Werke entstehen aus inneren Bildern – aus Wahrnehmung, Erinnerung und Bewegung. Sie folgen einer inneren Dynamik, wie sie der Natur und dem Kosmos innewohnt.
Kunstmaler und Bildhauer
Seine Malerei bezeichnet er selbst als mystisch-visionär. Sie löst sich vom Formalen und begreift die Welt aus dem Inneren heraus. Farben, Formen und Lichtspiele entstehen aus dem geistigen Raum und verdichten sich zu Bildern, die weniger abbilden als empfinden. Sie verweisen auf die Transzendenz des Materiellen und auf das, was dem menschlichen Sein zugrunde liegt.

An der Schnittstelle von innerem Bild und handwerklicher Entscheidungentwickelt sich der künstlerische Prozess.Viele Werke beginnen mit Skizzen, ersten Impulsen und Farbe auf Materialund wachsen schichtweise weiter.

Ein Großteil der Arbeiten entsteht zunächst in der klassischen Malerei. Mit Acryllack wird das Bild bis zu einem bestimmten Stadium aufgebaut, verdichtet und bewusst offen gehalten. Diese Phase bildet die Grundlage.

Darauf folgt die digitale Weiterarbeit – nicht als Ersatz, sondern als Erweiterung. Am Computer werden Formen, Farben und Licht weitergeführt, verdichtet und präzisiert. Nicht die Technik gibt den Ton an, sondern die künstlerische Entscheidung. Der Computer bleibt Werkzeug.

So entstehen Werke in Mischtechnik, die traditionelle Malerei und digitale Bearbeitung verbinden. Beim Druck werden die Arbeiten erneut veredelt und versiegelt – langlebig, klar und von eigener Präsenz.

Malerei und Skulptur sind für Werner Pienz keine getrennten Disziplinen, sondern unterschiedliche Zustände derselben künstlerischen Sprache. Auch seine bildhauerischen Arbeiten – von kleineren Objekten bis hin zu raumprägenden Großskulpturen – folgen diesem Verständnis.

Die körperliche Arbeit mit Stein, Holz und Metall bildet dabei einen bewussten Gegenpol zur digitalen Arbeit. Besonders die Arbeit mit jahrtausendealter Zirbe trägt Herkunft, Zeit und Energie des Materials in sich. Die Form bleibt reduziert, die Wirkung kraftvoll.

Die Arbeiten von Werner Pienz sind Einladungen. Resonanzräume, die dazu anregen, innezuhalten, zu schauen und eigene Bedeutungen entstehen zu lassen.